8. Oktober 2013

REHA, PFLEGE UND STIMMBAHNUNG

Konzentrierte und aufmerksame Zuhörer
In Auefeld bei Hannoversch-Münden fand das diesjährige Seminar für Patientenbetreuer aus Niedersachsen/Bremen statt. Im September informierten sich 53 Patienten- betreuerInnen über die Aufgaben der Pflegestützpunkte und der Berater der Rentenversicherung vor Ort. Ferner waren die Lungenfunktionsprüfung bei Halsatmern und die Stimmanbahnung Themen der Veranstaltung.

Über die Aufgaben der Pflegestützpunkte informierte Gabi Quintscher aus Göttingen.Eine wichtige Erkenntnis aus ihren Ausführungen war, dass diejenigen, die auf eine mögliche Pflegehilfe angewiesen sind,unbedingt die Fachkräfte der Pfegestützpunkte einschalten sollten, bevor sie an die Pflegeversicherung herantreten. Die Pflegestützpunkte sind unabhängig und können wertvolle Tipps für die Pflegesuchenden geben. Wo Pflegestützpunkte sich befinden, kann man sehr gut aus dem Internet unter www.pflegestuetzpunkte-deutschlandweit.de erfahren.

DRV vor Ort


Matthias Lindemann von der DRV Hann.Münden
Matthias Lindemann aus Hann.Münden,von der DRV - Bund, berichtete aus seiner Arbeit als Versichertenberater die auch als Versichertenälteste bekannt sind. Diese Berater arbeiten ortsnah und unterstützen Hilfesuchenden bei Anträgen auf Reha-Leistungen und Rentenanträgen. Aber auch bei Fragen aus dem Leistungsangebot der Renten- versicherung stehen sie Rede und Antwort.

Wichtige Erkenntnis der Seminarteilnehmer:
Es lohnt sich bei Rentenfragen der Kontakt zu einem Berater. Zumal in einem Flächenland wie Niedersachsen nicht immer eine Beratungsstelle der DRV vor Ort ist. Im Zusammenhang mit sozialrechtlichen Fragen informierte Silke Fösges vom BV aus Bonn über die wichtigsten Gesetzesvorhaben.

Hilfe für Halsatmer


Zeichenkünste von Prof.Wolfram Behrendt
Während Matthias Bach über das Thema" Stimmliche Rehabilitation - Was bedeutet sie für die soziale und berufliche Wiedereingliederung referierte und hierbei die Seminarteilnehmer gekonnt einbezog, in dem er auf ihre Erfahrungswerte zurück griff, erläutete Prof. Dr. med. Wolfram Behrendt aus Leipzig, die Bemühungen der Ärztlichen Berater unseres Bundesverbandes, ein bundesweit anerkanntes Verfahren für eine Lungenfuktionsprüfung zu finden. Dabei ist man noch am Anfang. "Für alle Halsatmer ist Lösung dieses Problems wichtig", so Seminarleiter Werner Kubitza, "da gerade für die Beantragung des Merkzeichens "G" im Schwerbehindertenausweis, ein solches Verfahren unbedingt notwendig ist".

Aktive Mitarbeit


Den Abschluß des Seminars bildete eine Zusammenstellung einer Adressdatei für einen sogenannten Versorgungsatlas. Der Landesverband Niedersachsen/Bremen möchte Betroffenen möglichst ortsnah einen passenden Logopäden, Physiotherapeuten und HNO-Arzt vermitteln. Jochen Lau und Werner Kubitza vom Leitungsteam des Seminars dankten allen Beteiligten für ihre aktive Mitarbeit, zumal auch für das Seminar 2014 der Vorschlag gemacht wurde, sich mit dem Thema "Sozialarbeit in der Klinik - Hilfeleistung für Patienten" zu befassen.