2. Mai 2013

NIedersachsen vorn - Patiententage in Bad Ems

Vom 25. bis 27. April 2013 fanden die Patiententage und der 29. Ländertreff in Bad Ems statt. Rund 200 kehlkopflose und kehlkopfoperierte Besucher und ihre Begleitung aus dem gesamten Bundesgebiet gaben den Veranstaltern, der Malbergklinik Bad Ems und dem Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V., Recht: Die Patiententage sind eine gute Plattform zum Austausch und zur Information zum Thema Kehlkopfkrebs. Die diesjährige Schirmherrschaft übernahm die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.

„Unter dem Motto ‚heraus aus der Isolation und gemeinsam etwas unternehmen‘ hatten wir auch in diesem Jahr sehr abwechslungsreiche Patiententage“, so Dr. Bertram Schlager, HNO-Arzt in der Malbergklinik.
Neben Fachvorträgen zu den Themen Zahnsanierung (Prof. Dr. Wilfried Wagner), Ursachen für Kopf-Hals-Tumore (Dr. Jürgen Borghardt), Rehabilitation (Ursula Schnipper-Haasler) und Pflegestützpunkte (Stefan Hauser) gab es die Gelegenheit, mit Ärzten, Logopäden sowie anderen kehlkopflosen und kehlkopfoperierten Besuchern zu sprechen und sich auszutauschen.

„Wir haben unser Ziel – einen Dialog zwischen Betroffenen, Interessierten und Fachleuten zu schaffen – erreicht“, sagt Werner Kubitza, Präsident des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten e.V. Im Rahmen des sporttherapeutischen Programms errangen die Teilnehmer aus Niedersachsen den 1.Platz und holten sich so den begehrten Wanderpokal. Den Einzelwettbewerb gewann Horst Sieg aus Salzgitter. Ein gesundheitsförderliches und kulturelles Rahmenprogramm rundeten die Patiententage ab. Die Veranstaltung wurde finanziell unterstützt durch die Deutsche Krebshilfe.

In Deutschland sind 10,2 je 100.000 Personen von Kehlkopfkrebs betroffen (Quelle: RKI 2012). Jedes Jahr erkranken mehr als 3.600 Männer und mehr als 500 Frauen neu an Kehlkopfkrebs. Rauchen und Alkoholkonsum sind Risikofaktoren für die Entwicklung von Kehlkopfkrebs. Aber auch andere Faktoren wie beispielsweise genetische Veranlagungen, eine Infektion mit humanen Papillomaviren oder berufliche Expositionen gegenüber Asbest oder Nickel können bei der Entstehung von Kehlkopfkrebs eine Rolle
spielen.